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Nur 30 Tage pro Jahr: Amsterdam geht gegen Airbnb vor

Letztes Jahr waren es noch 60 Tage
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Letztes Jahr legte die Stadt Amsterdam Airbnb-Anbietern eine Beschränkung auf: Nur noch 60 Tage pro Jahr durften damit Wohnobjekte über Airbnb vermietet werden. Jetzt legte der Stadtrat nach und halbierte die erlaubte Zeit auf 30 Tage. Gültig ist die neue Regelung ab 2019.

Der aufs Wohnen spezialisierte Stadtrat Laurens Ivens sagte laut DutchNews.nl: "Ich verstehe, dass die Halbierung der Zeit kaum die Verstopfung der Stadt lösen wird, aber das wird Probleme lösen, die in manchen Gegenden von Touristen verursacht werden und die Vermietung der eigenen Wohnung zum Geldgewinn weniger attraktiv erscheinen lassen."

Amsterdam ist nicht die einzige Stadt mit solchen Airbnb-Auflagen: In Berlin gilt seit 2017 ein 60-Tage-Limit, in London ein 90-Tage-Limit, in Paris ein 120-Tage-Limit. Die Stadt New York geht den anderen Weg und verbietet einfach Kurzzeitvermietungen: So dürfen Wohnungen nicht weniger als 30 Tage am Stück vermietet werden, wer bei Airbnb, Kayak und Co seine Wohnung für ein paar Tage zur Miete anbietet, muss mit Geldstrafen rechnen.

Die Entscheidung der Stadt Amsterdam, Airbnb weiter zu beschränken, wurde von der PR-Abteilung beleidigt aufgenommen. Ein Sprecher für die Region sagte, dass "die Airbnb-Community - die aus 19.000 Hosts in Amsterdam besteht - enttäuscht ist von der Ankündigung heute morgen, dass große Hotels und nicht Familien vor Ort, die hin und wieder ihr Zuhause vermieten, bevorzugt behandelt werden."

Laut der Zeitschrift Trouw würden jährlich 5.000 Wohnungen, Hausboote und Häuser ganzjährig vermietet und 1.000 andere Besitzer brächen andere Wohnregeln, zum Beispiel indem sie ihre Wohnung an mehr als vier Airbnb-Kunden gleichzeitig vermieten. Airbnb widerspricht dieser Darstellung laut DutchNews.nl und sagt, dass weniger als 5 Prozent der Amsterdamer-Wohnungen die Regeln brächen.

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