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Bulletin: Google versucht hyperlokale News als Liveblog zu beleben

Bislang Tests in zwei Städten
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Es gibt sie noch, die Start-Ups die sich an dem Thema "hyperlokale News" versuchen. Ok. Start-Up ist vermutlich nicht das richtige Wort für Google. Aber so unter der Hand, wie es präsentiert haben, könnte man sie fast damit verwechseln. Präsentiert für Oakland und Nashville soll Bulletin dafür da sein Geschichten aus der Nachbarschaft einfach in ein News-Format umzusetzen.

Als progressive Web-App braucht es für Bulletin, so der Name, nicht mal eine Installation. Die Grundidee ist folgende: etwas geschieht in eurer Nachbarschaft, dass vielleicht auch andere in der Gegend interessieren könnte, dann öffnet man Bulletin und geht mit dem ersten Foto schon live. Weitere Fotos, Texte und Videos können dann nach und nach eingestellt werden. Beispiele sind kulturelle Events, Demos, Probleme im Straßenverkehr, Eröffnungen etc.



Die fertigen Posts erscheinen dann direkt bei Google und sind über eine recht weitreichende Creative Commons Lizenz auch für die klassische Presse weiterverwertbar (unter Namensnennung). Letzteres ist natürlich ein wenig zweifelhaft für all jene, die sich mit ihren Geschichten mehr als nur einen Namen machen wollen.

Allerdings ist die Methode, Bulletin als eine Art Live-Blog mit scheinbar festgeschriebener Lokalisierung umzusetzen ein überraschend guter Dreh, zumindest etwas am typischen Spamverhalten solch offener Folk-News-Systeme von vornherein abzudämpfen. Die Umsetzung erfolgt übrigens auf "posts.google.com", d.h. der etwas untergegangenen Plattform auf der man als Firma direkt in die Suchergebnisse posten können soll. Einen eigenen Stream, Analytics für Likes und Shares etc. gibt es auch, allerdings bislang keine Möglichkeit einzelnen Lokal-News-Erstellern zu folgen. Es ist also nur bedingt ein weiteres soziales Netzwerk.

Man kann sich aber schon jetzt ausmalen wie Bulletin, wenn Google diese Idee wie angedacht über zwei Teststädte weiter verfolgt, in das Google-Universum integriert werden soll. Da sie unter News laufen ist denkbar, dass zusätzliche lokale News aus Bulletin unter Google News auftauchen könnten und so viel Aufmerksamkeit generiert werden kann. Eine direkte Integration in die Suchergebnisse ist auch gegeben und vorstellbar ist auch eine Integration in Google Maps. D.h. Google könnte auf diesem Weg ein wenig an Twitters Vormachtstellung für "social News" knabbern, ohne sich direkt auf deren Feld mit Twitter messen zu müssen.Bislang war Google allerdings in den klassischen social Feldern auch wenig erfolgreich.

Hier und hier gibt es übrigens Beispiele, wie das am Ende aussehen kann.

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