Image credit:

ESA legt sich auf zwei Raumsonden zur Erforschung der anderen Mondseite fest

Die Würfelsatelliten werden seltene Draufblicke ermöglichen
0 Shares
Share
Tweet
Share
Save

Kleine Cubesats sind nicht nur im Erdorbit nützlich. Die Europäische Weltraumagentur ESA hat zwei Gewinner eines Cubesat-Wettbewerbs ausgewählt, mit denen die abgewandte Seite des Mondes erforscht werden soll. Lumio (Lunar Meteroid Impact Orbiter) soll aus seinem Orbit nach Lichtblitzen auf der Mondoberfläche Ausschau halten - Zeichen für Meteroid-Einschläge. VMMO (Lunar Volatile and Minearology Mapping Orbiter) soll im ständig verdunkelten Shackleton-Krater nahe des Südpols des Mondes nach Wassereis, Strahlung und anderen Materialen suchen, die Mondkolonisten hilfreich werden könnten.

Beide Geräte sind Cubesats von 12-Standardgrößen - etwa so groß wie das Handgepäck im Flugzeug. Sie unterscheiden sich vor allem durch ihre Sensoren: Lumio hat eine optische Kamera, VMMO einen Miniaturlaser.

Die Wettbewerbsgewinner werden zusammen mit der ESA im Februar und März die Mission planen. Der genaue Start und die Dauer der Mission werden von diesen Plänen abhängen - aber VMMO wird wohl 260 Tage für die Vermessung des Kraters benötigen.

Falls alles klappt, könnten die kleinen Helfe die kostengünstige Erforschung des Mondes vorantreiben. Bis jetzt sind Mondsonden vor allem groß und teuer und damit selten. Cubesats ermöglichen Mond-Einsätze, die bislang als unrealistisch galten und könnten die vielen Wissenslücken über unseren engsten Begleiter füllen.

From around the web

ear iconeye icontext filevr