Image credit:

Verbraucherzentrale Bundesverband fordert Verbot von Vodafone GigaPass

Verletzung der Netzneutralität
0 Shares
Share
Tweet
Share
Save


Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) das das Zero-Rating-Angebot von Vodafone – den GigaPass – geprüft und fordert nun die Bundesnetzagentur auf, den Tarif zu verbieten. Gleichzeitig mahnt der Bundesverband bei der Politik an, dass die Bundesnetzagentur mit umfassenderen Sanktionsmöglichkeiten gegenüber solchen Angeboten ausgestattet wird. Im europäischen Rechtsrahmen seien die Möglichkeiten diesbezüglich noch nicht ausgeschöpft.

Dass sich der vzbv den GigaPass von Vodafone genauer anschauen würde und nun eine Verbots-Empfehlung ausspricht ist wenig überraschend. Auch StreamOn – das vergleichbare Angebot der Telekom – hatte man unter die Lupe genommen und war zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Ende 2017 hatte die Bundesnetzagentur tatsächlich reagiert und von der Telekom immerhin Anpassungen gefordert. Die Telekom war der erste deutsche Netzbetreiber überhaupt, der mit Zero-Rating-Angeboten experimentiert hatte – zunächst ausschließlich mit Spotify – und dann im April 2017 StreamOn gestartet. Seitdem kommen regelmäßig neue Anbieter dazu, bei denen anfallende Datenmengen im Mobilfunknetz nicht gegen das gebuchte Volumen gerechnet werden.

Beim vzbv geht man davon aus, dass sowohl StreamOn als auch der GigaPass von Vodafone negative Auswirkungen für die Kunden bedeuten. Teilnehmende Partner müssen sich an die Vorgaben der Mobilfunker halten, kleinere und nicht-kommerzielle Anbieter haben schlechtere Chancen, berücksichtigt zu werden. Zudem sei der Service für Endkunden intransparent und beinhalte "einige Tücken". Der vzbv plädiert für ein höheres Datenvolumen bei Mobilfunkverträgen, das Zero-Rating-Angebote überflüssig machen würde.

From around the web

ear iconeye icontext filevr