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Die Deutschen verschickten letztes Jahr 771 Milliarden Mails

Kein Wunder, es gibt ja keine Alternativen
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Die gute alte E-Mail ist einfach nicht totzukriegen (erschreckende Zahlen gibt es hier): Jetzt meldet auch noch Web.de, dass in Deutschland im letzten Jahr 771 Milliarden Mails versandt wurden, Spam außen vor gelassen. Das ist ein Wachstum um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - nächstes Jahr könnten es schon über 900 Milliarden Mails sein.

Interessant ist eine Einsicht aus der Pressemeldung: "Für 2017 zeigt sich eine Trendwende: Erstmals haben die Deutschen mehr E-Mails von Online-Shops erhalten als von sozialen Netzwerken." Daran könne man den aktuellen E-Commerce-Boom und die Stagnation der sozialen Netzwerke ablesen, glaubt Jan Oetjen, Geschäftsführer von Web.de und GMX.

Man kann das aber auch als reine Verzweiflung interpretieren: Weil die E-Mail ein offener Standard ist und alle modernen Alternativen, vor allem Chats und Forensystem eben nur proprietäre, nach außen hin abgeriegelte, zur Kundenbindung und nicht zur Kommunikation optimierte Monster sind, bleibt vielen Menschen nichts anderes übrig als beim lahmsten, umständlichsten, verspammtesten, angreifbarsten, ineffektivste und unvertrauenswürdigsten Medium zu bleiben.

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