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Bericht: Amazon will noch mehr Pakete selbst ausliefern

Pilotversuch in Los Angeles
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Amazon kontrolliert schon heute einen immer größeren Teil der Logistik selbst – an die eigenen Lieferfahrzeuge in deutschen Großstädten hat man sich bereits gewöhnt, wobei das erst der Anfang zu sein scheint. Auch das netz der hauseigenen Paketstationen wächst. Ganz ohne die großen Logistiker geht es aber noch nicht. Genau an dieser Schraube dreht Amazon aktuell mal wieder – in Los Angeles.

Das berichtet das Wall Street Journal unter der üblichen Berufung auf gut informierte Quellen. An der US-amerikanischen Westküste soll in den kommenden Wochen "SWA" starten – Shipping with Amazon. Auch in den USA liefert Amazon in Ballungszentren Pakete bereits mit einer eigene Flotte aus: Produkte, die der Online-Händler unter eigener Flagge verkauft, aber auch Artikel aus dem Marketplace, so diese Händler denn die gesamte Logistik über Amazon abwickeln. Wer über den Marketplace verkauft und dafür ein eigenes Lager nutzt, dem schickt Amazon einen Paketdienst für die Abholung vorbei. Das soll sich nun mit SWA ändern.

Denn statt FedEx oder UPS sollen bei den Unternehmen zukünftig Fahrzeuge von Amazon die Sendungen abholen und zustellen. So könnte die Logistik vereinheitlicht, vor allem aber die Preise gedrückt werden. Denn natürlich bietet Amazon den Marketplace-Händlern günstigere Preise und könnte so mittel- und langfristig die traditionellen Logistiker auf die Plätze verweisen.

Interessant sind hier – wie so oft – die Dimensionen. Amazon hat das eigene Logistik-System in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut und verfeinert. Dabei sind Kapazitäten entstanden, die man auch anderen Firmen anbieten könnte. Daraus muss sich nicht zwingend ein neuer Geschäftsbereich entwickeln, könnte aber ein interessantes Zusatzeinkommen darstellen.

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