Image credit:

Sieht die Magic-Leap-Brille wirklich so aus?

Und dazu ein spritziger Verriss (nicht der erste)
0 Shares
Share
Tweet
Share
Save

Magic Leap hat bei Recode ein bisschen mehr von ihrer AR/VR-Brille gezeigt: Und es sollte einen nicht wundern, warum ausgerechnet Shaquille O'Neal (Höhe: 2,16 Meter) das Ding im Einspieler präsentiert. Es ist riesig und klonkig. Sieht so wirklich das erste Produkt, die ML1 aus?

Aber wer noch genauer hinschaut, wird noch mehr erkennen. Display-Experte Karl Guttag hat genau hingeschaut und nachgemessen. Ihm zufolge kann man in dem Video genau zwei kritische Dinge erkennen: Erstes ist das Brillenglas sehr dunkel - "zu 85 Prozent blickdicht", behauptet er. Zum anderen dürfte es sich ihm zufolge bei der verwendeten, hochgehypten Anzeigetechnik um einen guten, alten Wellenleiter mit diffraktiver Optik handeln (Diffractive Waveguide)- also genau den Ansatz, den auch das Vuzix Blade und Microsofts Hololens (und gewissermaßen LUMUS) verwenden. Nur dass Magic Leaps Brille einen weit geringeren Blickwinkel, eine geringere Blickdurchlässigkeit und überhaupt weniger Augenfreiheit als die Konkurrenz lässt.

Dazu muss man sagen: Karl Guttag nimmt Magic Leap kein bisschen die Versprechen eines Augmented-Reality-Durchbruchs ab. In mittlerweile drei Blogposts zerpflückt er die Behauptungen von Magic Leap und vergleicht sie mit der technischen Wirklichkeit. Kaum verholen wirft er dem Unternehmen zumindest Täuschung vielleicht sogar Betrug vor.

Und dieser Post eines angeblichen, ehemaligen GPU-Entwicklers von Magic Leap, müsste nicht einmal echt sein, um wahr zu sein: Warum baut Magic Leap eine eigene Hardware, wenn Handys heute dazu wie gemacht sind? WelcheR EntwicklerIn sollte für ML entwickeln, wenn zum Beispiel Apple eine viel interessantere, größere Plattform bietet usw.

From around the web

ear iconeye icontext filevr