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Baut Spotify einen eigenen smarten Lautsprecher?

Stellenausschreibungen deuten darauf hin
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Dass man sich bei Spotify nicht nur um das Streaming kümmert, sondern auch an eigener Hardware interessiert ist, ist keine neuen Geschichte. Schon damals, im vergangenen April, waren es Stellenausschreibungen, die die Gerüchteküche befeuerten. Nun setzt sich die Geschichte fort. Dabei wird das schwedische Unternehmen sehr konkret.

In den neuen Ausschreibungen heißt es, Spotify sei dabei, die ersten physikalischen Produkte zu entwickeln und die dafür benötigte Infrastruktur aufzusetzen: Herstellung, Zulieferung, Vertrieb und Marketing. Und für diese Aufgaben sucht man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum Beispiel als "operations manager," "senior product manager: hardware production" und "project manager: hardware production and engineering".

Die offensichtlichste Produktkategorie sind natürlich smarte Lautsprecher, die mit Spotify Connect perfekt auf das eigene Ökosystem ausgerichtet sind. Spotify würde sich so ein perspektivisch wichtiges Standbein aufbauen, in einer Branche, die einerseist immer übersichtlicher wird, in der Spotify andererseits jedoch gut aufgestellt ist. Auf den Lautsprechern von Google und Amazon ist man ebenso vertreten, wie bei Sonos und zahlreichen anderen Herstellern, die Spotify Connect in ihre Produkte integriert haben. An eben diesem Protokoll wird jedoch bei Spotify aktuell geschraubt – was dazu führt, dass gerade ältere Speaker diese Funktionalität verlieren werden.

Mit eigener Hardware würde sich der weltweit führende Streaming-Anbieter von den derzeitigen Hardware-Partnern emanzipieren – und könnte so auch den größten Konkurrenten Apple Music und dem HomePod etwas eigenes entgegensetzen. Aber: Hardware ist kompliziert. Einen gut klingenden Lautsprecher kann man nicht einfach aus dem Boden stampfen – und Spotify wäre nicht das erste "Internet-Unternehmen", dem der Vertrieb und der Support physikalischer Produkte Probleme bereitet: Google hat das mit der Nexus-Hardware am eigenen Leibe erfahren.

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