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Adblocker-Rate steigt 2017 auf knapp 25 Prozent

Schuld sind schundige Onlinewerbefirmen
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Für einen kurzen Moment schien die Adblocker-Rate stabil, der Werbe- und Verlagsbranche dünkte ein Ende des Adblocker-Schreckens, aber die neusten Zahlen des Bundesverband Digitale Wirtschaft sprechen eine andere Sprache: Im Vergleich zum Jahresbeginn ist die Adblocker-Rate um 5 Prozenpunkte auf knapp 25 Prozent angestiegen. Das läge zwar an einer neuen Messmethode, aber man muss sich wohl mit der Realität anfreunden, dass die Lage noch schlimmer war, als bislang bekannt.

Jede vierte Online-Werbeanzeige wurde in Deutschland vom Browser oder einem Browser-Plugin blockiert. Wie viele weitere Anzeigen dürften außerhalb des Nutzer-Sichtfeldes oder nur Bots angezeigt werden - das heißt: Immer weniger Menschen sehen Online-Werbeanzeigen, für deren Auslieferung an menschliche Augenpaare aber bereits Geld geflossen ist.

Die Interpretation des BVDW: Es gibt zu viel schlechte Werbung. „Der Markt muss den Output an ‚Bad Ads' verringern. Zu laute Spots oder zu hohe Bitraten sorgen dafür, dass sich nicht wenige Verbraucher weiterhin Adblocker installieren", so Dirk Maurer in einer Pressemitteilung. Der Stellvertretender Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises (OVK) im BVDW erwähnt deshalb nicht ohne Grund auch die Coalition for Better Ads, deren Vorläufige Standards für Bessere Werbeanzeigen zeigen sollen, wie schlimm Werbung höchstens sein darf.

Bislang ist Googles Chrome der einzige Browser, der diese Standards zur Richtlinie nimmt, welche Werbung geblockt wird. Weil aber auch Microsoft Teil der Coalition for Better Ads ist, wird spekuliert, dass Edge denselben Weg gehen könnte.

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