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Smarte Ampel schützt Radfahrer vor abbiegenden Autos

Bilderfassung statt Schürfwunde
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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erforscht in einem Feldversuch, wie man Rad- besser vor Autofahrern schützen kann. Eine smarte Warnlampe nutzt dazu Bilderkennung, um in "kritischen Situationen" Autofahrer mit einem Lichtsignal zur Vorsicht zu gemahnen.

Das System "Amber Light" erscheint ganz harmlos als bernsteinfarbene Blinkleuchte mit Rahdfahrersymbol: Im Test wird eine einfache Baustellenlampe eingesetzt. Entdeckt das System mithilfe einer Kamera und Bilderkennungsautomatik eine Gefahrensituation, springt die Blinkleuchte an und warnt rechts abbiegende Autos.

Wer das einmal erleben will: Ab dem 12. März wird das Gerät rund um die Uhr einen Monat lang an der Hans-Somer-Straße, Ecke Brucknerstraße in Braunschweig erprobt.

Durch die an der Forschungskreuzung installierte Kameratechnik wird der Verkehr anonymisiert erfasst. Algorithmen können automatisch berechnen, wie schnell sich Fahrradfahrer und Autofahrer nähern und wann sich ihre Wege kreuzen. Bei Gefahr beginnt das Amber Light zu leuchten oder sogar hoch frequent gelb zu blinken - je nach ermitteltem Risiko für die Verkehrsteilnehmer. "Das Amber Light wird also erst bei kritischen Situationen aktiv und löst nicht bei jedem Fahrradfahrer automatisch aus", erläutert DLR-Wissenschaftler Kay Gimm vom Institut für Verkehrssystemtechnik.

Dabei führt "Amber Light" Protokoll und sammelt Bilder von der Kreuzung, die später ausgewertet werden sollen. So wollen die WissenschaftlerInnen untersuchen, ob ihre Warnleuchte die Anzahl "kritische Situationen" reduzieren hilft.

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