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China weitet Experiment mit Gesichtserkennungsbrillen aus

Erst Kriminelle im ÖPNV, jetzt Reisende, die nach Peking wollen
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Die Polizei in China weitet den Einsatz der Gesichtserkennungsbrillen aus. Nachdem zunächst nur PolizistInnen die Brillen von LLVision Technology zur Erkennung von Zug- und Flugzeugpassagieren mit gefälschten Ausweisen anzogen, werden jetzt weitere BeamtInnen mit den Gesichtserkennern ausgerüstet, um außerhalb Pekings Reisende und Nummernschilder zu scannen - derzeit findet der Volkskongress in Peking statt.

Mit den Brillen sollen Menschen und Nummernschilder mit Daten einer zentralisierten schwarzen Liste der Regierung verglichen werden. Dazu werden neben den Datenbrillen aber auch konventionelle Gesichtserkennungs-Apparate benutzt, zum Beispiel bei der Zutrittskontrolle.

Viele beunruhigt die zunehmende Hightech-Überwachung in China - was, wenn auf der Schwarzen Liste nicht nur VerbrecherInnen, sondern auch DissidentInnen, JournalistInnen und MenschenrechtsaktivistInnen stehen? "(Chinas) Führung fürchtete sich einst ein wenig vor den Fortschritten der Internet- und Kommunikationstechnik", sagte David Bandurski, Kodirektor am China Media Project der University of Hong Kong Reuters. "Heute sieht es so aus, als seien das unverzichtbare Werkzeuge der sozialen und politischen Kontrolle."

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