Image credit:

Rundgang durch den Berliner Sonos Store

Morgen große Eröffnung
0 Shares
Share
Tweet
Share
Save


Sonos eröffnet morgen in Berlin einen Flaggschiff-Store, den ersten und bis auf weiteres einzigen in Deutschland. Weltweit ist es nach New York und London die dritte Location.

An einem passenden Konzept für die eigenen Läden habe man lange gearbeitet, erzählt Whitney Walker, der sich bei Sonos ausschließlich um die Stores kümmert. In einer riesigen Lagerhalle habe man einen Dummy gebaut, ein klassisches Ladengeschäft, bei dem die Produkte im Vordergrund standen. Doch genau dieses Prinzip erwies sich als nicht praktikabel. Immerhin verkauft man Lautsprecher, es geht also vornehmlich ums Hören, um einen guten ersten Eindruck unter idealen Bedingungen, bevor die Kreditkarte durchgezogen wird. So ist das Konzept bei Sonos: Laden, Event-Fläche und spezielle, schalldichte Hörräume, in denen man die Produkte kennen lernen, probehören und miteinander vergleichen kann, in den unterschiedlichsten Konfigurationen. Im Berliner Store gibt es zwei davon. Mit spezieller Software, die auch die bekannte Sonos-App beinhaltet, wird man mit dem System bekanntgemacht, kann seine Lieblingsmusik hören und zwischen den unterschiedlichen Lautsprecher hin und her wechseln. Mit Sub, Playbase oder Playbar, Play:5 und natürlich dem neuen Sonos One mit Alexa-Integration.


(Die beiden Hörräume im Berliner Sonos-Store)

Dabei sind die Räume so gestaltet und gebaut, dass sie gerade keine idealen Klangeigenschaften haben wie etwas Aufnahmestudios, in denen praktisch alles gut klingt. Ausbau und die verwendeten Materialen wurden so gewählt, dass die Hörsituation mit der in einem Wohnzimmer vergleichbar ist. So soll garantiert werden, dass das, was man im Laden hört, auch ungefähr dem entspricht, was man zu Hause erwarten kann. Das Interieur der beiden Räume wurde von Berliner Designern gestaltet.

Sonos setzt bei all seinen Stores auf eine mehr oder weniger enge Verknüpfung mit der lokalen Musikszene. Diese Verbindung soll sich vor allem in Veranstaltungen und Ausstellungen widerspiegeln. Zur Eröffnung und in den Wochen danach steht David Bowie und seine Zeit in Berlin im Mittelpunkt. Eine lange Wand wurde dafür mit großen Fotos bestückt. Zur Eröffnung morgen findet außerdem eine Podiumsdiskussion statt: mit Tony Visconti (Produzent und Weggefährte von Bowie), den Musikerinnen Gudrun Gut und Alison Goldfrapp, der Krautrock-Legende Michael Rother und dem Musikjournalisten Thomas Venker als Moderator.


Bei Sonos hofft man darauf, dass sich der Laden auch zu einer Art Treffpunkt entwickelt, in dem man sich über Musik austauscht und gemeinsam hört. In New York und London sei dies bereits der Fall. Wenn die Veranstaltungen klug kuratiert werden, könnte das tatsächlich Wirklichkeit werden. Gelegen auf der Oranienburger Straße gleich am Hackeschen Markt, also mitten in einem Touristen-Hotspot, kann ein bisschen (Sub-)Kultur nicht schaden. Viele legendäre Clubs begründeten in der unmittelbaren Umgegend des Ladens nach der Wende das, was heute immer noch als Alleinstellungsmerkmal der Stadt gilt. Natürlich haben die Clubs von damals längst geschlossen und mussten mindestens umziehen. Heute verkaufen hier die großen Marken in eigenen Geschäften. Sonos ist jetzt eine davon.

From around the web

ear iconeye icontext filevr