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Tschüss Klassenchats: WhatsApp in Kürze erst ab 16

Doch keine Angst, Eltern sind für Social Engineering empfänglich
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Was vermutlich viele Eltern überhaupt nicht wissen, WhatsApp ist erst ab 13. Das hält bislang allerdings kaum einen Schüler so ab 10 Jahren davon ab, sich mit seinen Schulfreunden im Klassenchat lustige Kettenbriefe hinterherzuwerfen, oder den Einstieg in die Geheimnisse von Tastatur, Schriftsprache und nicht zu letzt die komplexen Dynamiken der Kulturtechnik Gruppenchat zu lernen. Das ist auch erlaubt, allerdings müssen die Eltern für unter 13-Jährige definitiv zustimmen. Kids, macht am besten einen Vertrag! (Und erzählt niemandem, dass man für die Verknüpfung des Telefonbuchs eigentlich von jedem so Verknüpften obendrein eine schriftliche Einwilligung braucht).

Mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU kommt es aber noch etwas härter. Ab spätestens dem 25. Mai wird für WhatsApp gelten: erst ab 16 Jahren. Damit dürfte dann eine komplette Generation von Siebt- bis Zehnt-Klässlern eine erste Erfahrung damit machen, dass man im Internet auch immer haarscharf um die Grenzen der Legalität navigiert. Zumindest falls deren Eltern von dem Recht Gebrauch machen wollen, ihren Kindern WhatsApp schlichtweg zu verbieten. Was vermutlich derzeit bei Kindern von 13-15 eher selten vorkommt und bei erwartbarem Tamtam wohl auch weiterhin selten vorkommen wird.

Wird dies an dem Erfolg von WhatsApp in Schulen etwas ändern? Vermutlich nicht, aber zu vermuten ist dennoch, dass wir neue Gerichtsverfahren rings um die Nutzung von WhatsApp sehen werden.

PS: Warum sich Facebook nicht aufgrund dieser speziellen aber extrem häufigen Nutzung von WhatsApp als Klassenkommunikation längst dafür entschieden hat, den Messenger als Schul-Tool mit speziellen Funktionen aufzurüsten, ist uns vollkommen unklar.

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