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​​​​​​​Viele Android-Apps für Kinder sammeln zu viele Daten

Umfangreiche Studie gibt Auskunft
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In den USA haben Forscher eine Studie durchgeführt und sich dabei insgesamt 5.855 Android-Apps angeschaut, die sich vornehmlich an Kinder richten. Das Ergebnis: In 3.337 Programme sammeln zu viele Daten, bzw. können diese Daten problemlos erheben und speichern. Damit könnten die Anbieter der Apps rechtliche Probleme bekommen: Das Sammeln von Kinder-bezogenen Daten bei unter 13-Jährigen ist streng reglementiert.

Der Test wurde automatisiert durchgeführt. 281 der so untersuchten Apps sammeln Standort- und Kontaktdaten der Kinder, ohne sich dafür in den Einstellungen von den Erziehungsberechtigten die Erlaubnis einzuholen. 1.100 weitere geben Daten an Dritte weiter. Grund: unbekannt. Und 2.281 Apps verletzen die AGB von Google, in dem diese Informationen mit der Android Advertising ID verknüpft wird, die das Tracking erlaubt. Rund 40 Prozent aller untersuchten Apps verwenden bei der Weitergabe der Daten keine angemessene Verschlüsselung und praktisch alle, die sich mit Facebook verknüpfen lassen, integrieren den Jugendschutz des Sozialen Netzwerk nicht ausreichend.

Grundlage des Online-Datenschutzes für Kinder in den USA ist COPPA, der "Children's Online Privacy Protection Act". Seit dem 21. April 2000 soll so die Privatsphäre von Kindern geschützt werden. Ursprünglich für Webseiten entwickelt, kommt COPPA auch bei Apps zur Anwendung. Gerade in Bezug auf die hier geltende Altersgrenze von 13 Jahren ist Umgang mit COPPA seitens von Entwicklern nicht unbedingt einfach, gerade bei Apps, die sich auch, aber nicht ausschließlich an Kinder richten. Das Gleiche gilt für Google als Vertriebskanal. Es bleibt abzuwarten, ob und wie die zuständige Behörde, die FTC, auch die Studie reagieren wird.

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